Wichtige Globuli für die Kinder-Hausapotheke

 

Immer gut gerüstet für den Notfall

 

Wie gut ist es, manche Globuli immer im Haus oder unterwegs schnell zur Hand zu haben. Wenn Ihr Kind nachts Ohrenschmerzen bekommt, sich auf einem Ausflug verletzt,  im Urlaub zu viel Sonne abbekommen hat, von einer Biene gestochen wird, sich verbrennt oder über Bauchschmerzen klagt.

 

 

 

Die Hausapotheke für Kinder


Aconitum ist das richtige Mittel bei akuten, heftig einsetzenden Erkrankungen. Es wirkt bei grippalen Infekten mit Kopfschmerzen, die gleichzeitig mit akutem, steigendem Fieber, Schüttelfrost, Angst und Unruhe sowie trockener Hitze (ohne Schweiß) eingehen.


Arnica  der Nr. 1 Helfer bei Stürzen, Beulen und Prellungen – mit der Betonung auf "geschlossene Wunden". So wie Aconitum das seelische Nr. 1 Unfallmittel ist, hilft Arnica auf der körperlichen Ebene bei Verletzungen. Extreme Berührungsempfindlichkeit, Gefühl wie geprügelt, alles tut weh, jede Unterlage ist zu hart.


Belladonna  lindert die Beschwerden bei fieberhaften Entzündungen im Bereich der Atemwege oder des Mittelohres, die plötzlich und akut eintreten und für heißen Schweiß und ein rotes Gesicht sorgen. Meist wirkt das Kind deutlich überfordert durch Sinnesreize, die Augen sind glasig und der Schmerz scheint zu klopfen.

 

Calcium carbonicum  Dieses nahezu immer zufriedene Kind, das Eltern schon im Babyalter daran erkennen, dass es am Köpfchen stark schwitzt, während der Körper trocken bleibt, braucht oft einen Schub fürs Immunsystem. Die Anfälligkeit für Erkältungen bei jedem Wetterwechsel ist unübersehbar. Die Bäckchen sind dann rot und leicht entzündet. Ebenso erleiden diese Kinder oft Rückfälle, wenn der Infekt gerade überstanden schien. Sie sind rundlich, etwas träge, kleine Engelchen und schnell erschöpft. Häufig kommt eine Unverträglichkeit von (Mutter-)Milch vor!

 

Calcium phosphoricum   Das Wachstumsmittel. Dieses Mineralsalz ist sehr wichtig für Zähne, Knochen und Gelenke, wenn das Wachstum verzögert einzutreten scheint und dem Kind Schmerzen bereitet (Knie, Gelenke, Zähne). Im Gegensatz zum Calcium carbonicum-Typ ist dieses Kind scheinbar immer unzufrieden. Es sieht blass bzw. käsig aus, die Zähne verfallen schnell; alle Haltungsschwächen fallen in das Einzugsgebiet dieses Mittels. Wenn dieses Kind krank wird, erholt es sich nur langsam. In der Schule (oder durch Lernen) kann es so starke Kopfschmerzen bekommen, dass sogar die Haarwurzeln schmerzen.


Chamomilla Das Mittel bei Verdauungsstörungen, Blähungskoliken, stechenden Ohrschmerzen, Schlafstörungen oder Zahlungsproblemen. Sie erkennen es daran, dass es wütend schreit und alles wegschmeißt, was es gerade noch haben wollte. Chamomilla hilft, ein unruhiges und quengelndes Baby zu besänftigen und sorgt für einen ruhigen Schlaf.

 

Drosera Wichtig bei Husten, der immer dann einsetzt, sobald das Kind den Kopf abends aufs Kissen legt. Der Sonnentau hat sich nicht nur bewährt bei Atemwegsinfekten mit Husten, Heiserkeit und Kehlkopfentzündung; er ist auch der wichtigste Helfer bei Keuchhusten. Der Husten hört sich tief und bellend an, und er nimmt kein Ende, bis das Gesicht dunkelrot angelaufen ist. Manchmal tritt sogar Nasenbluten dabei auf. In der Luftröhre kitzelt es und der Rauchen fühlt sich wund und trocken an.

 

Ferrum phosphoricum  Immunbooster, wenn Infekte mit leicht ansteigendem Fieber beginnen. Die Haut ist mal rot und mal blass, und das Kind spielt auch dann noch fröhlich, wenn die Temperatur auf 39° C ansteigt. Fließschnupfen geht bei diesen Kindern schnell auf die Ohren. Ferrum phos. ist ein gutes Mittel bei infektanfälligen Kindern, die leicht erröten und insgesamt sensibel und nervös sind. Hilfreich auch bei Nasenbluten (mit hellem Blut).

 


Natrium chloratum  Äußerst sensibles Kind mit einem frühzeitig ausgeprägtem Helfersyndrom, das nur sehr schwer weinen kann. Sein Schnupfen beginnt mit heftigem Niesen, Infekten folgt oft ein Herpes an den Lippen (auch durch Sonnenbestrahlung), es verträgt keine Hitze, neigt zu Sonnenallergie, bekommt in der Sonne Kopfschmerzen, hat oft in der Schule schon Migräne. Besonders auffällig: das starke Verlangen nach Salz, die Abneigung gegen alles Schleimige im Essen – und es kann nicht aufs Klo, wenn andere zuhören.

 

Nux vomica Überreizung ist das Stichwort, und sie führt dazu, dass Ihr Kind äußerst zornig ist, Krämpfe in Magen und Darm bekommt, als Folge an Übelkeit und Erbrechen leidet (wobei Erbrechen sein Leid bessert!). Es will überall der Anführer sein und lässt sich diese Position nicht streitig machen. Wenn Kinder älter werden, ist es das wichtigste Mittel bei den Folgen von zu viel Alkohol und Zigaretten .

 

Pulsatilla Anhänglichkeit und ein großes Bedürfnis nach Liebe und Zuwendung kennzeichnen dieses Mittel. Neben Belladonna ist Pulsatilla die wichtigste homöopathische Arznei bei Ohrenentzündung, Erkältung mit grün-gelben, milden Sekreten, Blasenentzündung, Übelkeit nach zu viel Süßem und fettigen Speisen. Das Kind fröstelt und verkühlt sich leicht, braucht aber trotzdem viel frische Luft. Im stickigen Zimmer verschlimmern sich seine Beschwerden.

 

Okoubaka der große Entgifter der Homöopathie, wichtig nicht nur bei Bauchweh und Durchfall durch ungewohnte oder verdorbene Nahrung bzw. bei Reise in ferne Länder. Es ist auch das wichtigste Mittel bei Lebensmittelunverträglichkeiten und zudem die Arznei, um die Erholung der Darmschleimhaut nach einer Antibiotika-Therapie zu gewährleisten.

 

Sulfur  die Nr. 1 für die Haut, besonders geeignet für kleine Chaoten im Kinderzimmer, die viel schwitzen, sich nicht waschen mögen und die an juckender und brennender Haut leiden (mit und ohne Ausschlag). Alle Absonderungen riechen streng! Kratzen und Waschen verschlimmert die Symptome! Ein Kind, das viel Anerkennung braucht und immer mindestens 1000 Ideen im Kopf hat. Für Teenager hilfreich bei Akne, Ausschlägen und Abszessen.


Globuli für Notfälle

Notfall: Apis (Insektenstiche), Arsenicum album  (Lebensmittelvergiftung mit schwerem Durchfall), Argentum nitricum  (Prüfungsangst), Cantharis  (Verbrennungen mit Blasen, Blasenentzündung), Ledum  (Tierbisse, Zecken, Mücken), Phosphorus  (Angst vor Dunkelheit, Gewitter, will nicht allein sein), Stramonium  (Nachtangst, Wutanfälle, schläft nur bei Licht), Symphytum  (Knochenbrüche)